Monat: August 2015

Vandalismus in der Waldstrasse

Wir sind stolz auf euch

WaldstrasseDa kommt man Sonntag nachmittag nach einem schönen Tag an der schönen Ostseeküste nach Hause und darf sich gleich an der Einfahrt zur Waldstrasse in Rüdersdorf über die Aktivitäten umtriebiger Mitbürger freuen.
Bewundernswert der Einfallsreichtum und die Entschlossenheit der Freunde der Waldstrasse, die hier nicht lange gefackelt haben und der langweiligen Präsenz der   stumm und regungslos dastehenden Baustellenschilder ein Ende bereitet haben. Jugend soll Veränderungen herbei führen (ich gehe davon aus, dass die größtenteils im wohlverdienten Ruhestand befindlichen Anwohner der Waldstrasse hier nicht aktiv waren) und dabei ist  kein Thema und keine Uhrzeit tabu. Kurz entschlossen wurde hier gehandelt und jedes einzelne Schild in die waagerechte Position gebracht. Dabei hat man peinlich auf exakte Ausrichtung in einer Linie geachtet. Welch schönes Beispiel für die guten alten deutschen Tugenden. Auch die Konsequenz, mit der hier vorgegangen wurde, nötigt mir Respekt ab,- kein Schild wurde ausgelassen. Das man ein Schild scheinbar als Souvenir mitgenommen hat, was soll`s. Dafür kommt eh der Steuerzahler (den niemand so richtig kennt) auf und tut weiter keinem weh.
Ich hoffe, dass hinreichend Anwohner und Durchreisende diese schöne Veränderung in unserer Strasse gehörig bewundert haben. Denn sicher wird die Baufirma morgen  das triste Baustellenalltagsallerlei wieder herstellen und die Waldstrasse hat eine Attraktion weniger.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche in unserem schönen Ort.

Reiner

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Wie sich die Bilder gleichen

Unerwünschte Gedanken zum “Mord in Eberswalde”

Gestern Abend haben wir wieder einmal den Versuch unternommen, uns den Abend mit Fernsehen zu verschönern. “Mord in Eberswalde”, eine Moritat aus DDR-Zeiten war als Tip des Tages im Angebot und so wurde das Erste wieder mal auch erste Wahl am Abend. Es war die Geschichte um den Mord an zwei Kindern durch einen psychopathischen Pädophilen. Natürlich War es eine Wiederholung. Schließlich müssen die öffentlich-rechtlichen Sender sparen, um die Gehälter ihrer Armee von Angestellten bezahlen zu können. Dennoch war es eine fesselnde Geschichte, die auch von den Konflikten im Ermittlerteam ( alles stramme Genossen und dennoch nicht einig und mit sehr menschlichen Zügen ;Kriminalkommissar schläft mit Freundin des Stasimajors ) lebte und es geht auch körperlich hart zur Sache. Am Ende behält der Kriminalkommissar recht und fasst den Täter. Allerdings muß zuvor ein weiterer Junge sterben. Sein Versuch vor Gericht, den Täter als das zu schildern was er war, – ein geistig Gestörter, wurde vom Gericht konsequent unterbunden. Denn die Partei hat immer recht und psychopathische Triebtäter hat es im Sozialismus nicht zu geben. Der Fall ist historisch verbürgt und endete für den Täter tragisch,- er wurde im Gefängnis Leipzig per Kopfschuss hingerichtet. Es war ein Film, der einen menschlich berührt hat und zugleich ein grelles Licht auf die Strafverfolgung in der DDR geworfen hat.
Und doch schoss es mir am Ende wie ein Blitz durch den Kopf. Wie wenig unterscheiden sich doch die DDR von damals und die Bundesrepublik von heute. Damals hatte das Volk nichts zu melden und die Genossen hatten das Sagen. Heute hat das Volk trotz parlamentarischer Demokratie auch wieder nichts zu melden und die Genossen haben das Sagen wenn auch nur als Marionetten der tatsächlich bestimmenden  Kräfte im  Industrie- und Finanzsektor. Immerhin ist Genosse Gabriel (SPD) unser Wirtschaftsminister und Genossin Pau von den Linken Vizepräsidentin des deutschen Bundestages. Eine weitere beträchtliche Genossen beider Parteien sitzen als einfacher Abgeordnete im Bundestag und einige arbeiten auch  in den Ausschüssen mit.
Damals hat die Staatsführung festgelegt, daß es perverse Triebtäter nur jenseits des antifaschistischen Schutzwalls gibt und die Gerichte haben geurteilt wie das Zentralkomitee festgelegt hatte.
Heute hat der Verfassungsschutz festgelegt, daß die NSU-Morde nicht der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind und die Strafverfolgungsbehörden haben entsprechend agiert. Die Folgen sind bekannt, die Opfer begraben wie die Täter und was da im Gerichtssaal in Sachen Frau Tschäpe abläuft ist einfach nur peinlich.

Aber einen Unterschied zwischen damals und heute gibt es schon,- heute können wir Ossis Bananen kaufen und auch Mallorca ist kein Traum mehr.
Also hat sich die friedliche Revolution ja doch irgendwie gelohnt oder ?

Es grüßt herzlich

Reiner

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Von bösen Buben und ihren Märchen

by Martin Vogelbacher/pixelio

Du bist nicht allein by Martin Vogelbacher/pixelio

Zwei Artikel sind in der letzten Woche in der Berliner Zeitung erschienen, die mir bemerkenswert erscheinen. Im zweiten Artikel, immerhin fast eine ganze Spalte, wurde erneut das Thema “Wer ist denn nun verantwortlich für die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Netzwerk.org in Sachen Veröffentlichung von Geheimdokumenten” beleuchtet. Natürlich wurde Herr Maaßen wieder wie schon so oft ausreichend  mit Aufmerksamkeit bedacht und das ganze eigentlich bereits ad akta gelegt Thema noch einmal schön aufgeplustert ohne etwas wirklich Neues zu berichten. Einzig der im letzten Abschnitt untergebrachte Verweis auf die Tatsache, daß das Innenministerium von Anfang an vollinhaltlich an der Strafanzeige beteiligt und umfassend informiert war, hatte einen gewissen Informationswert, da dieses Detail dank des geschickten Umgangs des Herrn de Maiziere mit der Presse weitgehend unbeachtet geblieben ist. Man könnte beinahe zu dem Schluss gelangen, dass Herr de Maiziere auch als Leiter des Bundesnachrichtendienstes eine gute Figur machen würde. Auf sachlicher Ebene muss man aber auch als entschiedener Freund der Freiheit des Netzes dem Staat das Recht zugestehen, seine Geheimnisse bewahren zu wollen und Lücken im Geheimdienstapparat zu schließen. Dass eben diesem nicht viel zugetraut wird, liegt letztlich an den diversen Pannen, die von ihm verursacht wurden und der Tatsache, dass er stark einseitig auf die linke Szene ausgerichtet ist. Insofern ist am Verhalten von Bundesnachrichtendienst, Verfassungsschutz und Innenministerium soviel nicht zu bemängeln. Nur, dass es dann, als der Protestschrei kam, keiner gewesen sein wollte, spricht Bände über unsere politische Elite. Letztlich hat der geschasste Generalstaatsanwalt Range auch nur die Wahrheit gesagt, als er als Ursache für den Abbruch der Ermittlungen fehlende gesellschaftliche Akzeptanz nannte und nicht etwa mangelnde Zuständigkeit oder sonstige rechtliche Gründe. Auch die Klage über die Einmischung der Politik in die staatsanwaltlichen Ermittlungen ist eigentlich berechtigt allerdings aufgrund der Rechtslage nicht zu beanstanden.

Abseits dieses Getöses, der die Aufmerksamkeit des Lesers wahrscheinlich nur von Schlimmerem ablenken sollte, wurde im ersten anfangs erwähnten Artikel eine Neuigkeit mit großer Explosivkraft verbreitet,- die Nachricht, dass die USA der Bundesrepublik niemals Vorschriften in Sachen Umgang mit der Suchwortliste der NSA gemacht haben.
Wer jetzt noch glaubt, der BND habe in Zusammenarbeit mit der NSA auch befreundete Staaten bespitzelt und die Bundesregierung war nicht informiert, muss ein ganz harter Märchenfan sein.

Wochenlang wurden die USA als der schlimme Finger und Verhinderer der Aufklärung genannt, die Selektorenliste wurde zum Geheimsten aller Geheimnisse erklärt und in Wirklichkeit war alles nur Rauch um dem eigenen Volk den Blick für die Tatsachen vernebeln.

Die Bundesregierung selbst möchte die Aufklärung der NSA-Affäre verhindern so wie sie auch in Sachen NSU-Affäre alles getan hat, um eine schnelle Aufklärung zu verhindern.
Eigentlich sollte ein Aufschrei der Empörung durch das Volk gehen und die Regierung zurücktreten. Aber irgendwie haben Volk und Regierung wohl gerade Besseres zu tun.

Eine entspannte Woche wünscht

Reiner

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Ferngesehen – Programmwünsche für die Zukunft

Fernsehkamera

Fernsehkamera by Dieter Schütz_Pixelio

Öffentlich-rechtliche TV-Sender
Kosten hoch – Qualität runter ?

Angesichts der vielen Sender und Programme fragt man sich immer öfter, weshalb das Programmangebot öffentlich-rechtlichen Sender trotz der immensen technischen und finanziellen Ressourcen immer schlechter wird. Die Degeto mit Ihren unsäglichen Produktionen jeglichen Kitschs der je auf den Markt kam, die hoffnungslosen Versuche eine große Samstagsshow oder auch nur Interessante Quiz- oder sonstige Unterhaltungssendungen zu etablieren, eigenproduzierte Serien, die jedes Niveau und jede Verbindung zur Wirklichkeit vermissen lassen,- schlimmer kann es kaum kommen. Auch die Berichterstattung, eigentlich Bastion der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten weist Tendenzen zur Sensationsmache auf, es wird mehr spekuliert als berichtet und jeder umgefallene Sack Reis in China wird mit einem Extra oder einem Brennpunkt bedacht und das natürlich parallel in ARD und ZDF mit eigenen Korrespondenten und zur schönsten Sendezeit. TV-Krimis jeglichen Couleurs bestimmen das Programm und erzielen mangels Alternativen Höchsteinschaltquoten. Natürlich schreckt man dabei auch vor Wiederholungen der Wiederholungen, schön verteilt auf mehrere Kanäle, nicht zurück. Oftmals bleibt da für den geneigten Zuschauer nur der rote Knopf auf der Fernbedienung. Ein schönes Buch ist ja auch was. Dabei verpasst er natürlich die mit Absicht auf die Sendeplätze um 21:00 bzw. in der Mehrheit 21.45 Uhr verschobenen Highlights des Programms, die Politmagazine Fakt, Plus-Minus, Panorama,Report München oder auch Monitor. Schade eigentlich, denn diese Sendungen haben nicht nur Substanz sondern erzielen auch Wirkung. Jüngster Fall sind die Auftritte des rechtsradikalen Fußballvereins FC Ostelbien Dornburg. Vergangene Woche erst gab`s im Ersten eine ausführliche Dokumentation zu diesem Verein und den Umgang des Fußballbundes Sachsen-Anhalt damit zu sehen. Und siehe da, schon am Dienstag danach hatte sich die Einstellung des Präsidenten des Fußballbundes Sachsen-Anhalt, Herrn Erwin Bugar, radikal geändert. Beim Landessportbund wurde ein Antrag auf Ausschluss der Rechtsextremen gestellt. Und dies ist beileibe kein Einzelfall. Es bleibt natürlich bei aller Freude in solchen Fällen doch die Frage offen, was eigentlich der Verfassungsschutz und das BKA so treiben wenn sie nicht gerade die Linken  oder renitente Journalisten verfolgen.

Wer braucht 24 Stunden lang Fernsehen

Doch abgesehen vom Juwel der investigativen Recherche bei ARD und ZDF möchte ich hier ausdrücklich auch die ausgezeichneten Dokumentation wie etwa Terra X als Programmhighlight erwähnen. Aber reichen 2 erfolgreiche und qualitativ hochwertige Programmsparten schon aus, um ein 24stündiges Vollprogramm an 365 Tagen im Jahr auf dutzenden Kanälen zu füllen. Und nun soll noch ein spezielles Jugendprogramm dazu kommen, eine Sparte, in der man seit Jahren erfolglos ist. Was wäre, wenn man den umgekehrten Weg ginge. Weg von der Sendervielfalt; ARD und ZDF, die Dritten bis 20:00 Uhr zur regionalen Berichterstattung (natürlich keine 10 oder mehr Stationen mehr fürs Ruhrgebiet und jede größere Stadt) und das wars. Hat doch früher ausgereicht und früher gab es keine Alternativen. Vollprogramm ist doch kein Zwang und Sendeschluss kein Schimpfwort. Und was für das Fernsehen gilt, sollte auch für den Rundfunk gelten. Einmal Deutschlandfunk und für jedes Bundesland einen Regionalsender, wer braucht mehr ? Und wer braucht braucht soll`s auch zahlen. Aber bitte nicht von den Gebühren. Unter solchen Prämissen ist bestimmt genügend Geld für den Einkauf Filmproduktionen und auch die Produktion eigener Serien und Filme mit entsprechendem Niveau da. Für den Schund sind ja noch die Privaten da. Ich denke, dass sogar die Werbung entbehrlich wäre. Es macht ohnehin keinen seriösen Eindruck, wenn in der Sendung WISO eindringlich vor einer Selbstmedikation zum Beispiel bei Erkältungen gewarnt wird und in der Werbepause genau dafür geworben wird.

Ich wünsche allen informationshungrigen Filmfreunden einen schöne Fernsehabend, natürlich bei den öffentlich-rechtlichen.

 

 

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Wohnen in der Genossenschaft-Der Dachboden wird gedämmt

Es wird sich etwas tun in der Waldstrasse 73

Mit Schreiben vom 19.07.15 hatte ich den Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Rüdersdorf ( WBG)unter anderem um die Dämmung des Dachbodens meiner Wohnung (Reihenendhaus Waldstraße in Rüdersdorf) gebeten. Dabei habe ich akzeptiert, dass eine nicht begehbare Dämmung eingesetzt wird, da ich den Dachboden nicht nutze. Die Alternative, ein vollständig begehbarer Dachboden, wie in den Mehrfamilienhäusern der WBG in der Waldstrasse durchgängig realisiert, wurde mir auch gar nicht erst angeboten obwohl die Dachhöhe eine Nutzung als Trockenboden durchaus zuläßt. Die WBG hatte mich auf die Einschränkung der Kopfhöhe von 2,10 m durch die Isolierung hingewiesen. Weshalb die Kopfhöhe bei unserem Dach  nur 2,10 m betragen soll weiss ich nicht. Es sei noch darauf verweisen, dass die Kosten für eine begehbare Dachbodendämmung beim Vierfachen der einfachen Dämmung liegen. Wir reden dabei von ca. 5000 € als eine recht überschaubare Größenordnung. Wie immer aber wählt die WBG die billigste Variante. Ich erhalte außerdem laut Mitteilung vom 12.08.15 den bereits vor 10 Jahren beantragten Fußabtreter für die Außentreppe. Damals wurde er kommentarlos abgelehnt, jetzt wird er kommentarlos genehmigt. Ich nenne das planlose Willkür. Die für die Erhaltung der Bausubstanz wichtigen Arbeiten wie Erneuerung der Tür- und Fensterfaschen, die Instandsetzung der Kellerschächte sowie die Instandsetzung der Innentreppe sind nach wie vor offen. Die Plattform an der Treppe soll nach Aussage der Baufirma Rodema, vertreten durch GF Herrn Dombrowski, gefliest werden. Eine schriftliche Bestätigung durch die  WBG liegt mir allerdings nicht vor.

 noch zu klärende Probleme und zu erledigende Arbeiten

Bisher habe ich weder ein Exemplar des Statutes der WBG erhalten noch ist die Frage der Dachrinnenreinigung geklärt.
Zur Verpachtung der zu den Wohnungen gehörenden Gartengrundstücke  gibt es keine weitere Äußerungen der WBG.
Meine  Bitte um Installation eines Vordaches wie an allen anderen WBG-Häusern (mit erneuerter Fassade) fand kein Gehör.
Die für die Erhaltung der Bausubstanz wichtigen Arbeiten wie Erneuerung der Tür- und Fensterfaschen, die Instandsetzung der Kellerschächte sowie die Instandsetzung der Innentreppe sind nach wie vor offen.
Auf meine Anregung, diverse Schriftstücke und Protokolle auf der Webseite zu veröffentlichen, habe ich ebenfalls keine Antwort bekommen.

 

 

 

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Norbert Lammert – ein mutiger Denker

Das Sommerloch fällt aus

Es ist Sommer und damit Ferienzeit. Im Normalfall rauscht der Blätterwald um diese Zeit nur sehr verhalten, das Nachrichtenloch ist da. Ganz anders dieses Jahr; Herrn Range sei Dank gibt es fast täglich Neues zu berichten und wenn der mal ausfällt, dann steht Herr Maaßen bereit, um das Volk zu unterhalten und die Presse mit Stoff zu versorgen. Deutlicher kann man den Zustand Deutschlands und insbesondere seiner Politiker nicht beschreiben, Nur  zum Füllen des Sommerloches sind sie zu gebrauchen und ansonsten Ziel für Hohn und Spott von jedermann.

Solche Männer braucht das Land

Schade nur, dass in diesem Getöse auch unter geht was eigentlich höchste Aufmerksamkeit verdient. Man glaubt es kaum, aber es gibt Sie noch, jene Art von Persönlichkeiten, die Politik nicht um der Politik oder des eigenen Vorteils wegen machen, die sich sorgen um die Nation, die verinnerlicht haben, dass Sie dem Volk dienen sollen und nicht etwas umgekehrt. Sie haben noch Visionen und sie sehen der Wahrheit gefasst ins Auge, sie unterliegen nicht dem Herdenzwang und hassen den Gleichschritt.
Ein solcher versteckt sich nicht mit seiner Meinung einer dicken Bücherregalen, -nein er äußert sie mutig in der Öffentlichkeit und steht auf bei Gegenwind dazu.

Parlamentspräsident Norbert Lambert

Ein solcher ist unser Parlamentspräsident Norbert Lambert. Nicht nur einmal  hat er sich gegen überkommene Gewohnheiten und sinnfreie Gesetze geäußert, Veränderungen angemahnt und sich für die Respektierung des Parlament eingesetzt. Erst am 03.07.15 wies er die Bundeskanzlerin zurecht, weil Sie während einer Debatte ungeniert mit dem SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann geplaudert hatte. Auch die USA wurden ob ihrer Geheimniskrämerei bei den TTIP-Verhandlungen nicht verschont.
Nun hat er sich erneut zu Wort gemeldet. Am Wochenende forderte er eine Reform des Wahlgesetzes noch vor den nächsten Bundestagswahlen 2017. Die Größe des Bundestages, aufgebläht durch Überhangs- und Ausgleichsmandate, sei dem Bürger nicht mehr zu vermitteln und belaste immer stärker den Staatshaushalt. Ein Vorschlag, der durchaus Sinn macht. Weniger Abgeordnete heisst ja nicht schlechtere Politik, genauso wie mehr Gesetze nicht bessere Politik bedeutet sondern eher das Gegenteil. So wie der Wust der Gesetze belasten auch die vielen Abgeordneten den Staat. Schließlich stehen jedem Abgeordneten ein Büro, eine Mitarbeiterin, seine Diäten, eine Aufwandsentschädigung und wenn er lange genug dabei ist, auch eine Altersabsicherung zu von der normale Bürger nur träumen können. Und all das kostet. Natürlich können die Parteien für die Versorgung verdienter Mitglieder nicht genug Parlamentssitze bekommen und so nimmt es nicht Wunder, dass die Hauptnutzniesser der Wahlgesetzgebung keine Notwendigkeit für Änderungen sehen. Schließlich würde die Wahlgesetzgebung regelmäßig einer Überprüfung unterzogen. Und damit hat es sich dann wohl. Dennoch, Respekt für den Mut von Herrn Lambert, gegen die eigene Partei Stellung zu beziehen. Und er legte heute gleich noch mal nach. Dieses mal geht es um die Dauer der Wahlperiode. Und wieder trifft er ins Schwarze. Natürlich hat die Regierung von den 4 Jahren Legislaturperiode nur ca. 2,5 Jahre Zeit fürs Regieren. Denn während der restlichen Monate heisst es sich zunächst zu organisieren und dann am Ende Wahlkampf zu machen und  der kostet den Steuerzahler viel Geld. Denn die Wahlkampfkostenerstattung zahlt der Steuerzahler und da läßt man sich als Partei nicht lumpen; nicht kleckern sondern klotzen. Wie man das halt so macht, wenn andere die Rechnung zahlen. Stellen Sie sich mal die Folgen vor, wenn die Wahlkampfkostenerstattung fallen würde und die Parteien wieder auf Ihre Mitgliedsbeiträge angewiesen wären. Aber soweit mochte selbst Herr Lambert nicht gehen. Aber dennoch,- fünf Jahre sind vorgeschlagen und das heisst, mehr Zeit fürs Regieren und insgesamt weniger Zeit für Wahlkampf.
Im Parlament gibt es seit langem dafür eine haushohe, virtuelle Mehrheit», sagte Lammert der «Welt» (Zitat aus der Berliner Zeitung). Da bleibt nur zu hoffen, dass aus der virtuellen auch eine reale Mehrheit wird.

Eine schöne Woche wünscht Reiner.

 

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Herr Range ermittelt endlich – aber gegen wen !

Falsche Richtung Herr Range

Da hat der Generalbundesanwalt sein Fähnchen in den vermeintlichen Wind gedreht und Ermittlungen gegen die “Landesverräter” von Netzwelt.org aufgenommen und plötzlich weht ihm eine steife Brise von allen Seiten in sein erstauntes Gesicht. Fast könnte einem Herr Range leid tun, aber so ein bisschen Gefühl für Recht und Unrecht, politischer Spürsinn und ein klarer Standpunkt zum Rechtswesen der Bundesrepublik und zur Verfassung gehören schon zum Amt. Doch das hat ihm wahrscheinlich niemand gesagt. Aber ich will nicht weiter auf den vielfach gescholtenen Mann eindreschen. Schließlich stehen da noch der Chef des Verfassungsschutzes Herr Maaßen und unser skandalgeplagter, urlaubender Innenminister Herr de Maizière am Pranger.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um auf eine Webseite hinzuweisen, die Sie umfassend über Themen dieser Art informiert und es Ihnen ermöglicht, aktiv auf das Geschehen Einfluß zu nehmen.

 

Immer nah am Geschehen

Auf Campact sind Sie immer nah am Geschehen und gut informiert. Sie können Aufrufe unterschreiben, sich an Kampagnen beteiligen, diese an interessierte Freunde und Bekannte weiter geben und an Demonstrationen teilnehmen. Zu hochbrisanten Themen wie TTIP, Glyphosat, Pressefreiheit, Schluß mit dem Klimakiller Kohle, Fracking stoppen oder Gentechnik verbieten finden Sie dort brandneue Informationen. Mir hilft es sehr, dass zeitweise aufkommende Gefühl der Ohnmacht angesichts der politischen Ereignisse zu überwinden. Man weiss einfach, -ich bin nicht allein.
Etwas anders ist die weltgrößte Petitionsplattform Change.org aufgestellt.
Hier ist die Themenauswahl nicht auf die Politik beschränkt. Jeder kann sich mit seinem Problem an die Netzcommunity wenden und seine eigene Petition einstellen. Auch über die Ergebnisse wird dort berichtet und so mancher hatte schon Erfolg mit seiner Petition.
Ich hoffe, dass ich Ihr Interesse an diesen Angeboten wecken konnte und verbleibe
mit den besten Wünschen für ein erholsames Wochenende.

Reiner

 

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