Monat: Mai 2016

Wohnen in der Genossenschaft – In Rüdersdorf steht die Mitgliederversammlung an

Die Wohnungsbaugenossenschaft Rüdersdorf eG versammelt sich

oder sollte man besser sagen,- ein kläglicher Rest wird sich am 02.06.2016 im Vestibül des Kulturhauses zur diesjährigen Mitgliederversammlung versammeln. 80 bis 90 überwiegend betagte Mitglieder werden es sein wie schon seit Jahren die sich die Reden von Vorstand und Aufsichtsrat kommentarlos anhören, danach zur Abstimmung über Berichte, Beschlüsse und Wahlvorschlag die Hand erheben und nach getaner Arbeit zufrieden zum Buffet schreiten. Preiswert wird das für die Genossenschaft, weil 90 von über 600 Mitgliedern sind gerade mal ca. 15 %.
Schon 2013 stellte der Vorstand in seiner Mitgliederinfo fest:
Zitat:”Leider haben wir den Eindruck, dass der Genossenschaftsgedanke bei den jüngeren Mitgliedern mehr und mehr verloren geht. Gerne nehmen wir Ihre Vorschläge und Anregungen auf, um diesem Trend entgegenzuwirken.”
Nun, viele Vorschläge und Anregungen sind wohl nicht gekommen und so könnte der Vorstand diesen Satz per Copy und Paste seither in jede Ihrer Mitgliederinformationen einfügen so wie Sie es auch schon seit Jahren mit vielen anderen Aussagen macht.
Dabei ist die Lösung so einfach,-einfach auf die Wünsche der Mitglieder hören, Sie ernst nehmen mit Ihren Fragen und Anliegen, Sie einbeziehen in die Entscheidungen zur Entwicklung der Genossenschaft, zu Investitionen und der perspektivischen Ausrichtung. Vielleicht sollte man auch mal an eine Erneuerung im personellen Bereich nachdenken.
Doch davon ist die Führung der Genossenschaft weiter entfernt denn je. Erhalt des Status Quo ist das Motto, dem sich alles unterzuordnen hat. Jüngstes Beispiel dafür ist die gemeinsame Reaktion von Vorstand und Aufsichtsrat auf die von mir erneut eingereichten Beschlussvorlagen. Bereits im vergangenem Jahr wegen Terminüberschreitung abgeschmettert, sind Vorstand und Aufsichtsrat auch in diesem Jahr nicht bereit, Vorschläge der Mitglieder zur Diskussion zu stellen. Dabei hat man sich in Ihrem Anschreiben zum Thema vom 23.05.2016 nicht einmal der Mühe unterzogen, die dort getroffene Aussage, dass ich kein alleiniges Vorschlagsrecht hätte, mit entsprechendem Gesetzestext zu untermauern oder die praktischen Folgen zu erläutern. Offensichtlich nehmen Vorstand und Aufsichtsrat hier Bezug auf die Satzung der Genossenschaft § 13 Absatz 3 c und § 33 Absatz 3 wonach ein Zehntel der Mitglieder einen schriftlichen Antrag auf die Ankündigung von Gegenständen zur Beschlussfassung in einer bereits einberufenen Mitgliederversammlung fordern müssen um eine Änderung der Tagesordnung zu erzwingen. Im konkreten Fall hieße das, das über 60 Mitglieder einen solchen Antrag unterstützen müssten. Dies ist in der Praxis wenn überhaupt nur sehr schwer umzusetzen. Mit solchen Hürden  wird man sicher keine jungen Mitglieder in die Versammlung locken oder für die Belange der Genossenschaft begeistern.
Auf meiner Downloadseite können Sie sich das Schreiben ansehen oder downloaden. Leider ist dies auf den Seiten der Genossenschaft nach wie vor nicht möglich. Warum eigentlich ?

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Warum nicht in die Türkei

Zurück aus der Türkei – gesund und braungebrannt

Gerade erst eine Woche ist es her, dass ich zurück gekommen bin aus der Türkei und noch immer ziert ein glückliches Lächeln mein Gesicht wenn ich an die 10 Tage voller Sonne und frischer Meeresbrise zurück denke. Ein Hotel in der ersten Reise am Mittelmeerstrand, Komfort der 5 Sterne-Kategorie, Meerblick, Essen vom Feinsten, exotische Drinks soviel man mag, eine Minibar, die ständig aufgefüllt wird, und nicht zuletzt, Hotelangestellte, die der orientalischen Gastfreundschaft alle Ehre machen. Und das ganze Paket für 630,00 €. So geschehen und erlebt im Mai diesen Jahres in Sides Ortsteil Evrenseki. Das ist dort, wo der Strand noch breiter ist als auf Usedom. Und wenn Sie glauben, Und wenn Sie meinen, es sei doch langweilig allein am leeren Strand zu liegen und in einer leeren Bar an seinem Drink zu nippen wo doch alle auf Mallorca, in Festlandspanien oder den Kanaren sind, um dort Ihre Angst vor Erdogan auszuleben,- weit gefehlt.
Mein Hotel war zu 96 % ausgebucht. Mein Versuch, eine Woche zu verlängern, war zum Scheitern verurteilt. In den Nachbarhotels sah es ähnlich aus. Lediglich in der zweiten Hotelreihe und in Side-Kumköy mit seinem durch die vor einigen Jahren neu erbaute Promenade doch recht schmalem Strand machte sich der Besucherrückgang bemerkbar.

Erdogan sei Dank

Erdogan jagt die PressefreiheitReiner | Meine ungefragte Meinung

By: valeriy osipov

Für all das sind wir Rezep Tayyip Erdogan zu Dank verpflichtet. Dieser fühlt sich offenbar nicht der Demokratie, die ihn an die Macht gebracht hat, verpflichtet und strebt offenbar einen totalitären Staat an. Dabei ist ihm zur Durchsetzung seiner Ziele jedes Mittel recht. Unliebsame politische Gegner werden diskreditiert, weggesperrt, Demonstrationen niedergeknüppelt, zu gründliche Polizeibeamte und Staatsanwälte werden versetzt oder anderweitig mundtot gemacht, die Pressefreiheit ist fast schon Geschichte und sogar vor Abgeordneten der Opposition macht er nicht halt. Den jahrelang anhaltenden Waffenstillstand mit der PKK hat er ohne Not aufgekündigt und einen neuen Krieg gegen die Kurden angezettelt. International hält er mit den Flüchtlingen einen dicken Trumpf gegen Europa und auch Deutschland in der Hand, die 2013 eingegangenen Verpflichtungen gedenkt er nicht zu erfüllen, Visafreiheit will er trotzdem. Konfliktpotential ist also genügend vorhanden.
In der Folge sind die Buchungszahlen für die Türkei stark rückläufig. Allein die TUI meldet einen 40%igen Rückgang der Buchungszahlen. Die Folgen sind Überbuchung der spanischen Urlaubsdomiziele mit entsprechenden Preisen und ein starker Rückgang der Reisepreise in die Türkei. Ein Urlauber, der bereits im Dezember gebucht hat, zahlte 970,00 € für 10 Tage Allinklusiv-Urlaub in Evrenseki, immerhin über 300 € mehr als ich Anfang Mai für das gleiche Angebot bezahlt habe.
Deshalb,- Erdogan sei Dank. Dass ich seine Politik gut heisse will ich damit beileibe nicht gesagt haben.

Seien Sie mutig – es lohnt sich

Am meisten unter der Politik des Herrn Erdogan haben die Türken selbst zu leiden. Wie so oft in der Welt sind Volk und seine Führung zwei völlig verschiedene Dinge. Hunderttausende sind im Land am Bosporus vom Tourismus wirtschaftlich abhängig. Viele sind durch die aktuellen Entwicklungen ohne eigenes Verschulden in wirtschaftliche Not geraten. Und das eigentlich ohne rationalen Grund. Was fürchten die Urlauber ? Haben sie in den letzten Jahren von terroristischen Angriffen auf touristische Ziele gehört ? Wieviele Urlauber sind in der Türkei entführt, verletzt oder durch Attentate ums Leben gekommen.

Sicher, in Istanbul ist es zu einem Attentat mit Todesopfern gekommen. Das ist sehr bedauerlich und für die Hinterbliebenen der Opfer eine Tragödie. Doch eines ist sicher,- die Sicherheit der Touristen liegt dem türkischen Staat aus naheliegenden Gründen sehr am Herzen, kein Hotel im alten Europa ist so gut bewacht wie die Hotels an der türkischen Riviera. Gerade ist wieder ein Flugzeug angestürzt. Wollen Sie deswegen nie mehr fliegen ?

Deswegen Türkei

Das Preis-Leistungsverhältnis ist schon in normalen Zeiten konkurrenzlos für das Gebotene. Zurzeit kann man noch günstiger reisen. Doch das sollte nicht das einzige Argument für die Türkei sein. Was Sie auch immer im Urlaub tun wollen, die Türkei kann es bieten.
Unbeschwerte Tage an den kilometerlangen feinsandigen Stränden der türkische Reviera, Baden an den steinigen Ufern des Mittelmeeres in Kemer mit den Gipfeln des Taurisgebirge im Rücken oder auch Urlaub in der Marmaris– oder Ägäisregion bieten sich an. Golfen in den Luxushotels von Belek, Wildwasserfahren in reißenden Canyons, Jeepsafaris in unberührter Natur oder Spass beim Quadfahren, das Naturwunder von Pamukkale und auch Skifahren,- all dies bietet die Türkei.
Und wenn es Kultur sein soll,- auch davon hat die Türkei im Überfluß zu bieten. Sehen Sie sich die Kirche des Nikolaus an, fahren Sie über versunkene Städte oder besichtigen Felsengräber, besuchen Sie die Ausgrabungen von Hierapolis, besuchen Sie historische Karawansereien, erleben Sie Konzerte im antiken Theater von Aspendos oder Side, laufen Sie über antike Mosaike in Side und bestaunen Sie eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten der Türkei in Perge.
Aktuelle wird Ihnen ein besonderes Highlight geboten,- die Expo 2016 in Antalya. Ich war da und Sie sollten es nicht versäumen.

Nachstehend einige fotografische Eindrücke von der Expo.

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