Antigentest

Latein für Anfänger: vulnerabel

Was ist eine vulnerable Gruppe und wer gehört dazu?

Immer wenn die Ressourcen während der Pandemie knapp werden, taucht in allen Medien permanent das Wort vulnerabel auf und dass die Personen, die dieser Bevölkerungsgruppe angehören, besonders geschützt werden müssen.
Jeder liest es und kaum einer versteht es wie so vieles, was von Experten verschiedenster Couleur tagtäglich in Presse und Rundfunk abgesondert wird. Hauptsache man ist en vogue.
Ich möchte Ihnen an dieser Stelle keinen unerwünschten Bildungsschub aufdrängen. Doch kennen sollte man die vulnerablen Bevölkerungsteile schon. Am Ende gehört man selbst dazu ohne es zu wissen. Und es ist ganz einfach, die vulnerablen Schichten zu erkennen und das ganz ohne Lateinkenntnisse. Dazu muss man nur die Presse lesen.

 

Der Genesenenstatus – ein Privileg?

Beispiel: „Für Gesundheitsminister Lauterbach ist die Impfpflicht als Schutz vor einer Herbst-Welle nötig. Die Verkürzung des Genesenenstatus auf drei Monate sei “wissenschaftlich richtig”.“(Zitat ZDF)

Damit ist der Standard für die gewöhnliche Bevölkerung definiert. 

„Die aktuelle Allgemeinverfügung des Bundestages, die insbesondere den Zutritt zum Plenarsaal und zu Ausschusssälen regelt, geht von der Gültigkeit des Genesenenstatus von sechs Monaten aus.“ (Zitat Tagesspiegel)

Hier können Sie ganz klar erkennen, welche die vulnerable Gruppe ist. Selbstverständlich kann unseren Volksvertretern nicht zumuten, sich bereits nach 3 Monaten dem Stress einer erneuten Impfung auszusetzen um weiterhin als geimpft zu gelten und so alle Freiheiten dieser exklusiven Klientel genießen zu können. Ergo sind in diesem Fall die Bundestagsabgeordneten die vulnerable Gruppe. Und wer sich mit der einmaligen Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson als Sieger fühlen durfte, hat plötzlich das gleiche Problem wie jene, die noch keinen Termin für eine Booster-Impfung ergattern konnten.

 

Corona-Prämien nur für ausgewählte Beschäftigte

 

Öffentlicher Dienst

„Corona-Bonus öffentlicher Dienst: Landesbeschäftigte erhalten 1300 Euro“ (Zitat öffentlicher Dienst). Dies haben die Gewerkschaften und die Länderarbeitgeber vereinbart. Betroffen sind Tarifbeschäftigte in Landesbehörden, Unikliniken, Schulen, Kitas, bei der Polizei und Feuerwehr sowie Straßenmeistereien und Abfallbetrieben. Dieser Bonus ist beschlossen und steuerfrei bis 31.03.2022. Auch Beamte können ihn erhalten, wenn das Land einen entsprechenden Beschluss fasst. Bayern hat das schon festgelegt.

 

Sonstige Beschäftigte

Nach dem durch das Corona-Steuerhilfegesetz eingeführten § 3 Nr. 11a des Einkommensteuergesetzes (EStG) können Arbeitgeber ihren Beschäftigten in der Zeit vom 01.03.2020 bis zum 31.03.2022 Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen. Voraussetzung ist, dass die Zuwendungen zur Abmilderung der zusätzlichen Belastung durch die Corona-Krise und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden (steuerfreie Corona-Prämie)“ (Zitat SBK)

Der Corona-Bonus für das Pflegepersonal ist im Koalitionsvertrag vereinbart und soll mit einer Milliarde Euro aus Steuermitteln finanziert werden. Darum wird allerdings noch gestritten.

So hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angeregt, den Corona-Bonus nur an Pflegekräfte zu zahlen, die in der Pandemie unter besonderer Belastung standen.“ (Zitat Westfälischer Anzeiger) 

Man darf gespannt sein, wer die zu honorierenden Pflegekräfte aus- bzw. die unwürdigen Vertreter der Zunft abwählen soll. In deren Haut möchte ich nicht stecken. Ganz klar, dass die vulnerablen Gruppen in dieser Frage die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind. Sie werden die Coronaprämie auf jeden Fall erhalten. Alle anderen können hoffen und bangen.

 

Vor dem Gesetz gleich. Aber manche sind gleicher.

Sicher haben Sie jetzt verstanden, dass vulnerabel verletzlich und schützenswert heißt. Und wer wollte ernsthaft bestreiten, dass unsere Volksvertreter und die Angestellten des öffentlichen Dienstes inklusive Beamten besonders schützenswert sind. Auch wenn die Bundestagsabgeordneten mindestens das Dreifache des Einkommens eines Normalbürgers erhalten und dieses mit Nebentätigkeiten und Maskengeschäften noch deutlich erhöhen können und ein Teil der Angestellten des öffentlichen Dienstes sich seit Monaten in den Rathäusern vor seinen Bürgern versteckt, so halten Sie doch unser Gemeinwesen am Laufen.

Dafür sollten wir dankbar sein oder?

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